Funktion
Ein feines Sieb (klassisch Seide, heute Polyester oder Nylon) wird mit lichtempfindlicher Emulsion beschichtet. Das Motiv wird belichtet und ausgewaschen — wo das Motiv war, geht Farbe durch das Sieb. Der Rakel drückt die Druckfarbe gleichmässig durch.
Anwendungsbreite
- Kunst: Editionen, Plakate, Drucke (Pop-Art-Klassiker)
- Textil: T-Shirts, Stoffe — mit speziellen Plastisol- oder Wasser-Farben
- Industrie: Beschriftungen auf Glas, Metall, Keramik
Material für Einsteiger
- Siebdruck-Rahmen (vorgespannt) in A4 oder A3
- Lichtempfindliche Emulsion + UV-Lampe oder Sonnenlicht für Belichtung
- Wasserbasierte Siebdruckfarbe (für Papier)
- Rakel
- Druckkarussell oder Spannhalter (für saubere Registrierung bei Mehrfarbendrucken)
Schwellenwert verstehen
Siebdruck arbeitet binär: entweder Farbe oder keine. Tonwerte entstehen durch Halbton-Raster (Punkte oder Linien). Diese Eigenheit gibt Siebdruck seinen typischen „Pop“-Look.
Workshops
Siebdruck-Werkstätten gibt es in vielen Schweizer Städten. Manche bieten offene Druckzeiten (Open Studio) für Mitglieder, andere Wochenend-Workshops für Einsteiger.
