Sepia — Tinte aus dem Meer

Echtes Sepia stammt aus dem Tintensack des Tintenfischs (lateinisch sepia officinalis). Heute meist synthetisch hergestellt, aber die Farbwirkung ist identisch: ein warmes Braun mit leicht violetter Note.

Anwendung

Sepia kann als Tinte (mit Feder oder Pinsel) oder als Kreide-/Stift-Variante verwendet werden:

  • Sepia-Tinte (Winsor & Newton, Rohrer & Klingner): mit Feder für Skizzen und Studien
  • Sepia-Stift (Faber-Castell PITT in Sepia hell/mittel/dunkel): für Schraffuren und Tonwerte
  • Sepia-Lavur: Tinte mit Wasser verdünnt für aquarellartige Effekte

Wann Sepia statt Schwarz?

Wenn das Bild eine warme, klassische Stimmung haben soll. Porträts in Sepia wirken edler als in Schwarz, Aktstudien gewinnen Wärme. Auch Landschaftsskizzen (Bäume, Architektur) wirken oft besser in Sepia.

Klassische Kombination

Sepia + Bistre (warmes Schwarzbraun) + weisse Kreide auf cremefarbenem Papier — eine Variante der Trois-Crayons-Technik mit besonderer Wärme. Beliebt bei Studien nach Skulpturen oder antiken Motiven.