Seide als Maluntergrund
Reine Seide nimmt Farbe besonders intensiv auf — die Pigmente werden in die Faser eingebunden und leuchten. Verschiedene Seidenarten:
- Pongé 5/8/10: dünner, glatter Stoff — für Schals und Aquarell-Effekte
- Crêpe de Chine: leicht strukturiert
- Habotai: dichter, für Wandbilder
Gutta-Technik (Konturen-Technik)
- Seide auf Spannrahmen aufspannen (verhindert Verzerrung)
- Motiv mit Gutta-Konturen umrahmen (farbloses oder farbiges Bindemittel)
- Gutta trocknen lassen — wirkt als Barriere
- Felder mit Seidenfarbe ausmalen — die Farbe bleibt in der Gutta-Umrandung
- Fixieren (Bügeln oder Dampffixierung)
Salztechnik
Auf die noch nasse Farbe wird Salz gestreut — es zieht Pigmente an und erzeugt sternförmige, kristalline Muster. Verschiedene Salze (grobes Meersalz, feines Kochsalz) ergeben unterschiedliche Effekte.
Material
- Vorgewaschene Pongé-Seide (10-90 cm Breite je nach Projekt)
- Holz-Spannrahmen + Seidennägel oder Klebeband
- Seidenfarben (Pébéo Soie, Marabu Silk, Schmincke Aerocolor)
- Gutta-Konturen (klar oder gold/silber)
- Pinsel (Aquarellpinsel funktionieren gut)
- Fixier-Spray oder Bügeleisen
Anwendung
Vom 60×60 cm Halstuch über Schals und Tücher bis zu Wandbildern und Wandschirmen. Personalisierte Schals sind beliebte Geschenke.
