Eine Performance-Kunstform
Sandmalerei (auch Sand Art) entstand in den 1970ern als Verbindung von Malerei, Performance und Storytelling. Der Künstler streut feinen Sand auf einen beleuchteten Glastisch und gestaltet das Bild mit Händen und Fingern — eine Bewegung verwandelt eine Landschaft in ein Porträt, ein Porträt in eine abstrakte Form.
Setup
- Leuchttisch: Glasplatte mit LED-Beleuchtung von unten (warm-weiss). Grösse je nach Performance: 40×40 cm für Kammer, 100×60 cm für Bühne
- Sand: sehr feiner Sand (Aquarium-Sand oder Sandmal-Spezialsand), oft schwarz oder dunkelgrau für maximalen Kontrast
- Kamera: für Live-Übertragung — Sandmalerei wird oft auf Leinwand gezeigt während sie entsteht
Werkzeuge
Eigentlich nur die eigenen Hände:
- Finger: für feine Linien, Schraffuren, Details
- Handkante: für gerade Linien, Horizonte
- Faust / Handfläche: für grosse Flächen wegwischen
- Streuen aus geschlossener Faust: kontrollierte Sand-Mengen für neue Schichten
Anwendungen
- Hochzeiten: Liebesgeschichte des Paars als Live-Show
- Firmen-Events: Geschichte des Unternehmens visualisiert
- Theater / Konzert: begleitend zur Musik
- Werbefilme: aufgezeichnete Sandmalerei für Online-Videos
Lernen
Sandmalerei ist Nische — wenige Künstler in der Schweiz arbeiten kommerziell damit. Workshops finden sich vor allem online (YouTube hat viele Tutorials, Künstler wie Kseniya Simonova sind weltbekannte Inspiration).
