Erfunden 1796

Alois Senefelder entwickelte die Lithografie als günstigeren Ersatz für Kupferstich. Das Prinzip: ein flacher Kalkstein nimmt Fettzeichnungen auf. Die fetten Stellen ziehen Druckfarbe an, die feuchten Stellen stossen sie ab.

Arbeitsablauf

  1. Stein wird mit Schleifmittel poliert
  2. Zeichnung mit fetter Tusche oder Lithografie-Kreide
  3. Ätzung mit Salpetersäure + Gummi arabicum — fixiert die Zeichnung chemisch
  4. Stein wird angefeuchtet, dann mit Walze eingefärbt — Farbe haftet nur an der Zeichnung
  5. Papier auflegen, durch Druckpresse

Künstler-Lithografie heute

Die echte Stein-Lithografie wird heute nur noch in spezialisierten Werkstätten gepflegt — die Steine sind schwer (50-100 kg) und gross. Moderne Alternativen: Aluminium-Platten mit ähnlicher Beschichtung sind handlicher und für Editionen geeignet.

Berühmte Lithograf:innen

Henri de Toulouse-Lautrec machte mit seinen Moulin-Rouge-Plakaten die Lithografie zur Werbekunst. Edvard Munch, Pablo Picasso, Marc Chagall arbeiteten ebenfalls intensiv mit Litho. In der Schweiz ist der grafische Verlag Centre genevois de gravure contemporaine ein bekannter Ort.