Trois Crayons — drei Kreiden

Die französische Renaissance-Technik kombiniert drei Kreiden auf getöntem Papier:

  • Rötel (Sanguine, rotbraun) — für Hautfarben und Mitteltöne
  • Schwarze Kreide (oder Kohle) — für Schatten und Akzente
  • Weisse Kreide — für Glanzlichter und Hauthöhungen

Das getönte Papier (oft Grau, Beige oder Tabak) übernimmt die mittleren Tonwerte — der Künstler muss nur die hellen und dunklen Bereiche zeichnen. Resultat: extrem effiziente, plastische Wirkung.

Berühmte Beispiele

Watteau, Boucher und Fragonard nutzten Trois Crayons für ihre eleganten Aktstudien und Porträts. Auch Rubens malte so seine Vorzeichnungen. Heute ist die Technik in akademischen Zeichenkursen wieder beliebt.

Material

  • Conté-Crayons in Rötel, Schwarz, Weiss (Conté à Paris ist die klassische Marke)
  • Ingres-Papier in Grau, Beige oder Tabak (160-180 g/m²)
  • Knetradierer für Lichter
  • Fixativ zum Abschluss