Drei Hauptverfahren
Bleiverglasung (traditionell)
Farbiges Glas wird zugeschnitten und mit U-Profilen aus Blei zusammengelötet. Klassisch in Kirchenfenstern. Anspruchsvoll, braucht Werkstatt-Ausrüstung.
Tiffany-Technik
Glasstücke werden mit Kupferfolie umwickelt, dann mit Zinn verlötet. Erfunden von Louis Comfort Tiffany im 19. Jh. Erlaubt feinere Details als Bleiverglasung — beliebt für Lampen, Spiegel, Schmuckdosen.
Glasmalerei mit Farbe
Spezielle Glasfarben werden direkt auf Klarglas aufgetragen und gebrannt — fester Pigment-Verbund mit dem Glas. Heute auch ohne Brennen mit Kalt-Glasfarben (Pebeo, Marabu) für Hobby und Geschenke.
Werkzeuge Tiffany
- Glasschneider (mit Ölreservoir)
- Glaszange (Brechzange, Knipszange)
- Glas-Schleifmaschine (für Schliff der Kanten)
- Kupferfolie (verschiedene Breiten)
- Lötkolben (mind. 80W) + Zinn + Flussmittel
- Schutzbrille, Handschuhe (Glassplitter!)
Erstes Projekt
Klein anfangen — z.B. eine Mini-Fensterhängung mit 5-8 Glasstücken. Workshops in der Schweiz: einige Glasereien und Kunstschulen bieten Tiffany-Wochenenden an. Investition lohnt sich nur bei längerfristigem Interesse — Material und Werkzeug summieren sich.
