Drei Programme im Vergleich

Adobe Photoshop

  • Stärken: Industriestandard, riesige Brush-Bibliothek, perfekte Photo-Integration, etabliert in Game- und Filmindustrie
  • Schwächen: Abo-Modell, kein One-Time-Purchase, RAM-hungrig
  • Preis: ca. 12 CHF/Monat im Photography-Plan
  • Empfehlung: Profis, die schon im Adobe-Ökosystem arbeiten

Procreate (iPad)

  • Stärken: Touch-First, intuitiv, schnelles Lernen, super Brush-Engine, viele kostenlose Brushes online
  • Schwächen: Nur iPad, keine Layer-Effekte wie Photoshop, kein Vektor
  • Preis: einmalig ca. 12 CHF
  • Empfehlung: Mobile Künstler, Illustratoren, Anfänger im Digital Painting

Krita (Open Source)

  • Stärken: kostenlos, fokussiert auf Concept Art und Illustration, sehr gute Brush-Engine, Linux/Mac/Windows
  • Schwächen: kleinere Community, weniger Tutorials, manche Funktionen weniger ausgereift
  • Preis: 0 CHF
  • Empfehlung: Open-Source-Fans, kleines Budget, ernsthafte Hobby-Maler

Hardware-Empfehlung

Digital Painting braucht ein drucksensitives Tablet. Drei Stufen:

  • Einstieg: Wacom Intuos oder Huion H640P (ca. 80-150 CHF) — Stift-Tablet ohne Bildschirm
  • Mittelklasse: iPad Air + Apple Pencil oder Huion Kamvas 16 (ca. 700-900 CHF) — direkt auf Bildschirm zeichnen
  • Profi: Wacom Cintiq oder iPad Pro 12.9″ (ca. 1500-2500 CHF) — grosse Fläche, höchste Genauigkeit

Erste Übung: Lichtstudie

Wähle ein Foto mit klarem Lichteinfall (z.B. Porträt mit Seitenlicht). In dein Programm: Erstelle 5 Layer mit folgenden Tonwerten — Schatten, Halbschatten, Mittelton, Halblicht, Glanzlicht. Male nur in diesen 5 Tonwerten, keine Verläufe. Das schult das Sehen von Tonwerten unabhängig von Farbe.