Was ist Aquarell?
Aquarellmalerei arbeitet mit wasserlöslichen Pigmenten auf Papier. Die typischen Eigenschaften:
- Transparenz: Farbschichten liegen übereinander, das weisse Papier scheint durch.
- Flüssigkeit: Wasser steuert Tonwert und Verlauf — anders als bei deckenden Farben.
- Spontaneität: Aquarell verzeiht keine groben Korrekturen, dafür entstehen lebendige Effekte.
Drei Grundtechniken
1. Nass-in-Nass
Farbe wird in eine nasse Fläche eingebracht. Die Pigmente verlaufen weich — ideal für Himmel, Wolken oder weiche Hintergründe.
2. Lasur
Trockene Schicht wird mit einer weiteren Schicht übermalt. So entstehen komplexe Farbmischungen direkt auf dem Papier.
3. Granulieren
Manche Pigmente setzen sich körnig ab und erzeugen Textur. Cobaltblau, Umbra und Sienna sind klassische Granulierer.
Material-Empfehlung für Anfänger
- Aquarellpapier 300 g/m², Kaltgepresst (rauer Strich)
- Künstler-Aquarellfarben (nicht Schülerqualität — die Pigmentdichte ist zu gering)
- 2-3 Rundpinsel in den Grössen 4, 8 und 14
- Zwei Wassergläser (eines zum Spülen, eines zum Mischen)
Tipp: Übe zuerst mit drei Grundfarben (Rot, Gelb, Blau) und mische dir alle anderen Töne selbst. Das schult das Farbverständnis enorm.
